Betriebliches Eingliederungsmanagement
Leistungsgerechter Einstieg nach langem Krankenstand
17.07.2006
Wenn MitarbeiterInnen länger oder häufiger im Krankenstand sind, können Betriebe durch Betriebliches Eingliederungsmanagement eine raschere Rückkehr unterstützen und für den leistungsadäquaten Einsatz gesundheitlich eingeschränkter MitarbeiterInnen sorgen.
Systematisch werden Potenziale und Ressourcen zutage gefördert und unter Nutzung finanzieller Unterstützungsleistungen bestmögliche Lösungen für alle Beteiligten erzielt. Im Zuge des EU-Projekts „Roomy Workplace“ beraten Expertinnen Betriebe bei der Einführung des Systems und zum Umgang mit den Betroffenen.
Viele UnternehmerInnen und Personalverantwortliche kennen diese Problematik: Eine Mitarbeiterin war wegen einer Operation länger im Krankenstand, gesundheitliche Einschränkungen sind zu erwarten. Die chronische Erkrankung eines Mitarbeiters führt immer wieder zu Ausfällen und Leistungseinbußen. Bei einer langjährigen Mitarbeiterin zeigen sich bei körperlich anspruchsvoller Tätigkeit altersbedingte Abnützungserscheinungen und eine verringerte Leistungsfähigkeit. Der Verkehrsunfall eines Beschäftigten führt zu dauernden Schädigungen und in Folge zu einer Behinderung.
Dann ergeben sich oft folgende Fragen: Können diese MitarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz noch adäquat ausfüllen? Welche Leistungen können sie erbringen, wobei sind sie eingeschränkt? Wie können sie beim Einstieg unterstützt werden? Und schließlich: was kostet es?
Eingliederung managen
Betriebliches Eingliederungsmanagement liefert darauf Antworten. Die Beraterinnen von „Roomy Workplace“ erarbeiten gemeinsam mit dem Betrieb die passende Vorgangsweise. Arbeitsanforderungen und Belastungen werden analysiert, dadurch können gesundheitliche Risiken reduziert werden. Die betroffenen MitarbeiterInnen werden über Rehabilitationsmöglichkeiten beraten. Ein leistungsgerechter Einsatz wird durch die Feststellung von Potenzialen und Einschränkungen ermöglicht. Förderungen können Kosten von Arbeitsplatz-adaptionen oder Leistungsminderungen abdecken. Zur Bewältigung neuer Aufgaben können Umschulungen und Qualifizierungen nötig sein, die Kostenübernahme wird koordiniert. Vorgesetzte und KollegInnen werden zum Umgang mit gesundheitlich eingeschränkten Personen beraten.
Vorteile für den Betrieb
Betriebliches Erfahrungswissen und Weiterbildungsinvestitionen bleiben dem Unternehmen erhalten, Potenziale und Qualifikationen der MitarbeiterInnen werden genutzt. Die Arbeitszufriedenheit der Belegschaft wird gefördert und das Image als attraktive/r Arbeitgeber/in für qualifizierte BewerberInnen erhöht. Durch die Ausschöpfung gesetzlicher Unterstützungsleistungen werden die Kosten der Integration gesenkt, der Aufwand für Ersatzpersonal sowie für Einarbeitung und Schulung verringert sich.
Von der EU geförderte Beratung
Betriebe können je nach Bedarf die Beratung für einzelne MitarbeiterInnen oder zur Einführung des Systems in Anspruch nehmen. Dem Betrieb entstehen keine Beratungskosten, da das Projekt vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und vom Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen (BSB) bis Juni 2007 finanziert wird.
Durchführender Träger ist das Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum Österreich (BBRZ) in Wien. Die Beraterinnen verfügen über fundiertes Know how in Betriebswirtschaft, Arbeits- und Organisationspsychologie und beruflicher Rehabilitation und über langjährige Erfahrung in der Beratung von Betrieben.
Interessierten Betrieben, vor allem aus dem Raum Wien, Niederösterreich und Burgenland wird eine rasche Kontaktaufnahme empfohlen um den geförderten Zeitrahmen optimal nutzen zu können.
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Pressekontakt
BBRZ Österreich – Roomy Workplace
Geiselbergstr. 26-32
1110 Wien
Mag. Brigitte Schlapper
Tel +43 / 1 / 740 22 – 516
email: brigitte.schlapper@bbrz.at oder
Dr. Monika Ettinger
Tel +43 / 1 / 740 22 – 740
email: monika.ettinger@bbrz.at
